00:00:02: Welche Denkfehler an der Börse teuer werden?
00:00:06: Flossbach von Storch Podcast.
00:00:10: Geldanlegen ist simpel, theoretisch!
00:00:13: Man kauft vielversprechende Aktien, hält sie lange und wartet auf Gewinne – doch dann kommt das Gehirn ins Spiel.
00:00:22: Lange Zeit bestimmte der Homo Ökonomicus die Kapitalmarktforschung, der stets rational handelnde allwissende Anleger.
00:00:31: Emotionen galten schlicht als Störung in den Modellannahmen als etwas, was sich eh kaum erklären lässt und womit sich Ökonomen und andere Zahlenmenschen ohnehin eher Ungarn beschäftigen.
00:00:43: Das Problem?
00:00:45: Viele immer wiederkehrende Phänomene an den Finanzmärkten – etwa Spekulationsblasen – lassen sich ohne den Blick auf menschliche Emotionen nicht erklären!
00:00:55: Dann kamen die Psychologen Amos Twersky und Daniel Kahneman.
00:01:01: Ihre Studien rüttelten am Idealbild des Homo-Ökonomikus und revolutionierten das Denken über die Treiber der Finanzmärkte.
00:01:10: Ihre Forschung zeigte, Menschen handeln eben nicht rein vernünftig.
00:01:14: Karnemann erhielt für diese wegweisenden Erkenntnisse den Wirtschaftsnovellpreis.
00:01:21: Behavioral Finance kombiniert Ökonomie mit Psychologie und zeigt dass wir uns oft irrational verhalten als einzelne und als Gruppe.
00:01:32: Verhaltensauffälligkeiten werden untersucht, kognitive Verzerrungen entlarvt.
00:01:37: Doch welche Fehler kosten uns am meisten Geld?
00:01:42: Beim Investieren lauern überall psychologische Denkfallen die Anlegerinnen und Anlegers viel Geld kosten können.
00:01:49: Wir haben mal die wichtigsten zusammengefasst.
00:01:54: Erstens Die Selbstüberschätzung.
00:01:57: Schon ein paar erfolgreiche Trades und plötzlich fühlt man sich wie der neue Warren Buffett.
00:02:03: Dabei war es oft nur Glück!
00:02:05: Diese übertriebene Selbstsicherheit führt dazu, dass Anleger zu große Risiken eingehen oder an schlechten Investments festhalten.
00:02:14: Spoiler – das geht natürlich selten gut aus.
00:02:18: Zweitens die Verlustaversion.
00:02:22: Warum fällt es so schwer eine schlechte Aktie einfach zu verkaufen?
00:02:28: Weil Verluste in unserer Wahrnehmung rund zwei Komma fünfmal schwerer wiegen als gleich hohe Gewinne.
00:02:34: Anleger realisieren Gewinnen zu früh, Verlust aber lassen sie laufen – in der Hoffnung dass sich das Blatt noch wendet!
00:02:42: Ein typischer Dispositionseffekt, der oft teuer wird.
00:02:47: Drittens die Bezugspunktabhängigkeit.
00:02:50: Anlegern bewerten ihre Gewinna und Verluster auf relativ zu einem bestimmten Referenzpunkt meist im Kaufpreis.
00:02:58: Eine Aktie, die einst bei einhundert Euro stand und nun bei achtzig Euro liegt wird nicht als Investition betrachtet sondern als minus zwanzig Euro.
00:03:08: Was emotional schwerer wiegt als die eigentliche Zukunftsaussicht des Unternehmens.
00:03:13: Doch... ...die Börse kennt die eigenen Einstiegspreise nicht!
00:03:19: Viertens der Herdentrieb.
00:03:22: Wenn alle kaufen kann es doch nicht falsch sein?
00:03:25: Oh doch Der Bitcoin Boom Die Dotcom Blase Niem-Aktien?
00:03:31: Immer das gleiche Muster.
00:03:33: Alle stürzen sich auf einen Hype und viele bleiben am Ende, auf überteuerten Werten sitzen Besonders kritisch.
00:03:40: oft entfalten Hypes dann ihre größte Wirkung wenn sie bereits ihren Höhepunkt erreicht haben.
00:03:46: Vorsicht vor dem Herdentrieb.
00:03:48: Wer der Masse blind folgt landet oft genau dort wo die Party schon vorbei ist.
00:03:55: Fünftens Die selektive Wahrnehmung.
00:03:59: Kaum hat man in eine Aktien investiert, erscheinen alle positiven Nachrichten plötzlich viel relevanter als die Negativen.
00:04:07: Anleger neigen dazu nach Bestätigung für ihre Entscheidungen zu suchen.
00:04:12: Widersprechende Informationen werden dann systematisch ignoriert.
00:04:16: Mangelnde Selbstkritik und Bequemlichkeit führen aber oft zu schlechten Entscheidungen.
00:04:23: Sechstens Gewöhnungseffekte Verluste tun weh – klar!
00:04:28: Doch je länger eine Aktie im Minus bleibt, desto stärker gewöhnt man sich an den Zustand.
00:04:34: Anleger entwickeln oft eine emotionale Bindung zum Einstandspreis und klammern sich an die Hoffnung dass die Kurse irgendwann wieder steigen.
00:04:43: Hoffen allein ist aber keine Anlagestrategie.
00:04:48: Die gute Nachricht.
00:04:49: Emotionen gehören zwar zu jedem Menschen Aber jeder kann sein Gehirn austricksen.
00:04:56: The Heavy Rural Finance zeigt, dass unser Gehirn nicht unbedingt unser bester Finanzberater ist.
00:05:02: Wer die eigenen Denkfehle aber kennt kann sie gezielt umgehen und erfolgreicher investieren.
00:05:09: Anleger sollten für sich klare Kauf-und Verkaufsregeln aufstellen, um spontane Panikverkäufe und Euphoriekäufer zu vermeiden.
00:05:18: Schließlich ist Vermögensaufbau ein Marathon und kein Sprint Ein Lebensprojekt, das auch die nächste Generation betrifft.
00:05:26: Risiken sollten breit gestreut werden.
00:05:29: Ausdauerndes Investieren glättet Marktschwankungen und reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen.
00:05:36: Erfahrene Anleger wissen – Das Gehirn spielt jeden schon mal einen Streich!
00:05:42: Wer Vertrauen in seine Anlagen hat weil er sie sehr genau kennt nicht alles auf eine Karte setzt und einen langen Horizont hat der investiert besser.
00:05:52: Hirn schlägt Herz.
00:05:54: Das gilt zumindest bei der Geldanlage.
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