00:00:02: Die Altersvorsorge droht zur Schicksalsfrage künftiger Generationen zu werden.
00:00:15: Aber wie denken junge Menschen überhaupt darüber?
00:00:29: und verdüstert damit die Zukunftsaussichten für die gesetzliche Rentenversicherung.
00:00:36: Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Wirkung auf die Wahrnehmung junger Menschen.
00:00:41: Im Rahmen der Metallrente-Jugendstudie, im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig wurden junge Menschen zwischen siebzehn und zwanzig Jahren zu ihren Einstellungen hierzu befragt.
00:00:52: Die Ergebnisse zeigen dass sich alle Befragten keine Illusionen machen.
00:00:57: Drei von vier Befürchten, im Alter lediglich eine geringe Rente zu beziehen verbunden mit der realen Angst vor Altersarmut.
00:01:06: Gleichzeitig dokumentiert die Studie ein bemerkenswertes Gegenbild.
00:01:11: Eine große Mehrheit der jungen Menschen ist bereit Verantwortung zu übernehmen und aktiv Entscheidungen für die eigene finanzielle Zukunft zu treffen.
00:01:21: Es fehlt also nicht an Bereitschaft sondern an Orientierung Denn gleichzeitig geben rund siebzig Prozent der jungen Menschen an, sich mit dem Thema Altersvorsorge kaum oder gar nicht auszukennen und sich entsprechend überfordert zu fühlen.
00:01:37: Diese Unsicherheit ist jedoch nicht gleich verteilt – besonders ausgeprägt ist sie bei Frauen, Personen mit niedrigen Bildungsabschluss sowie beim Menschen mit geringem Einkommen.
00:01:48: Die Kombination aus hoher Betroffenheit und geringer Handlungssicherheit verschärft das Risiko langfristig!
00:01:55: Ein konsistentes Bild liefern internationale und nationale Studien.
00:02:00: Finanzielle Bildung erweist sich als entscheidender Hebel.
00:02:04: So zeigen unter anderem der OECD-Pangents Outlook sowie die Finanzbildungsstudie, dass ein besseres Verständnis finanzieller Zusammenhänge nicht nur Wissen vermittelt sondern auch Einstellungen verändert Wer Risiken einschätzen kann und zentrale Konzepte der Altersvorsorge versteht, entwickelt eher die Motivation frühzeitig und strukturiert vorzusorgen.
00:02:30: Mit wachsender finanzieller Kompetenz sinken die Kosten der Informationsbeschaffung und Verarbeitungen.
00:02:37: Entscheidungen werden einfacher, Planungsprozesse klarer – und die Hemmschwelle sich mit der eigenen Zukunft auseinander zu setzen nimmt ab.
00:02:46: Studien zeigen sehr klar dass finanziell gebildete Menschen zuversichtlicher hinsichtlich ihrer Altersvorsorge sind, deutlich eher private Alters-Vorsorgeprodukte nutzen, ihre Finanzen langfristig planen und sich auch an diese Planung halten.
00:03:02: Die Herausforderung ist somit klar umrissen – es geht weniger darum junge Menschen von der Notwendigkeit der Vorsorge zu überzeugen.
00:03:11: Dieses Bewusstsein ist bereits vorhanden!
00:03:14: Vielmehr bedarf es zielgerichteter Bildungs- und Unterstützungsangebote, die aus Bereitschaft tatsächliche Handlungsfähigkeit entstehen lassen.
00:03:23: Die Altersvorsorge der Zukunft wird damit nicht nur eine Frage der Systeme sein sondern auch eine der individuellen Befähigungen durch eine Verankerung von Wirtschafts- und Finanzbildung für alle.
00:03:37: Das war ein Beitrag unserer Flossbach von Storch Stiftung.
00:03:41: Sie macht sich dafür stark, die Wirtschafts- und Finanzbildung von Schülerinnen und Schülern, Studierenden und der breiten Bevölkerung zu fördern und zu verbessern.
00:03:50: Denn wer Zusammenhänge versteht kann kritische Fragen stellen, Plausibilitäten überprüfen und sich bewusst um seine wirtschaftliche Situation kümmern – heute und für die eigene Zukunft!
00:04:03: Dazu braucht es kein Expertenwissen.
00:04:06: Unser Antrieb ist die Vision einer starken und demokratischen Gesellschaft, in der jeder Mensch ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen und vorausschauend handeln kann.
00:04:18: Dazu gehört Wirtschafts- und Finanzbildung als ein unentbärlicher Bestandteil der Allgemeinbildung.
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